Kund*innenstimmen

Auf diesen Seiten freuen wir uns Ihnen die Stimmen unserer Kund*innen zeigen zu dürfen.

Tiefgründige Gedanken in heutige Zeit übertragen

„Etwas Romantisches und sehr viel Natur“ hatten Michael Helbing (Rezitation) und Angelika Franzki (Klavier) vom Stimmkontor Hannover den Bewohnern und Gästen des Celler Sophien-Stiftes zu Beginn ihres „Nachmittages mit Rilke“ versprochen. Und das gibt es dann auch – wenngleich Helbing an diesem Spätnachmittag vor allem die Liebesgedichte des deutschen Dichters mit gefühlvoller Stimme und pointierten Anmoderationen in Szene zu setzen weiß.

„Haben Sie schon einmal ein Gedicht erhalten, von jemandem, der Begehren für Sie empfunden hat?“, fragt er, nur um gleich darauf auf Rilkes Talent zu loben, „Liebe, Zuneigung und das Gefühl von etwas“ unvortrefflich beschreiben zu können. „‚Und Deine Augen sind wie Sterne, die überm Waldsee blinken blank, drin eine blaue, märchenferne, selige Wunderzeit versank‘“, rezitiert er aus Rilkes „Dämmerstunde“ – und sofort senkt sich Stille über den trotz der sommerlichen Außentemperaturen gut besetzten Saal, während so mancher überlegt, wann er selbst wohl zum letzten Mal eine so romantische Liebeserklärung bekommen hat.

Überhaupt versteht es Helbing geschickt, Rainer Maria Rilkes (1875-1926) tiefgründige Gedanken in die heutige Zeit zu übertragen. „‚Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.‘“, liest Helbing aus Rilkes bekanntem Gedicht „Der Panther“. „Haben viele unter uns das auch nicht schon einmal erfahren – ein Gefangen-Sein in Zwängen?“, fragt er dann.

Rilkes Werk „Voller Apfel, Birne und Banane“ – eines seiner zahlreichen Natur-Gedichte – lässt sich, wenn man denn will, gar als moderne Ode an die Achtsamkeit verstehen: „‚Wagt zu sagen, was ihr Apfel nennt. Diese Süsse, die sich erst verdichtet, um, im Schmecken leise aufgerichtet, klar zu werden, wach und transparent‘.“ Wie das eigentlich sei, so voller Konzentration in etwas zu beißen, überlegt Helbing, der an diesem Nachmittag mit effektvoll gesetzten Pausen und ausdrucksvoller Mimik glänzte – der an der ein oder anderen Stelle vielleicht doch ein klein bisschen weniger Pathos gut getan hätte.

Großartig zudem Pianistin Ange-lika Franzki, die Rilkes Werke mit Klavierstücken aus der eigenen Feder perfekt zu untermalen verstand – und deren ganz eigene, leicht melancho-lische musikalische Handschrift in allen Kompositionen deutlich zu erkennen war.

Von Christina Matthies

https://www.cellesche-zeitung.de/Celle/Aus-der-Stadt/Celle-Stadt/Tiefgruendige-Gedanken-in-heutige-Zeit-uebertragen

Meine Erfahrungen im Unterricht mit Michael Helbing

Ich möchte mich hiermit mal ganz herzlich bei Herrn Michael Helbing bedanken. Lieber Michael, ich kam als Patientin mit einer Sprechstörung zu dir und jetzt, durch deine grandiose Arbeit, singe ich in einem Chor und einem Projektchor und du ermöglist mir noch viel mehr…

Meine Schwierigkeit vor größeren Gruppen zu sprechen war mein Motor in den anfänglichen Therapiestunden an mir zu arbeiten. Jede Stunde war und ist ein Highlight in meinem Alltag. Durch die äußerst kompetente, motivierende, abwechslungsreiche aber vor allem empathische, auch mal straffe Anleitung durch dich, stehe ich jetzt da wo ich bin.

Vielen herzlichen Dank an einen Menschen der durch die Liebe in seiner Arbeit genau das weitertransportiert.

Dankbar, Martina Quil

Stimmtraining mit Herrn Helbing – „Die Woge wogt, es wallt die Quelle“

Wer niemals dem stimmlosen „t“ und „sch“ ballwerfend nachgelauscht, wer nie ww (ohne „e“) und „wo“ und „wot“ hingebungsvoll mit dem Ball in den Raum geworfen hat, der wird kaum ermessen können, wie viel Freude so ein Stimmtraining mit Herrn Helbing macht. Immer wieder erwartete man, ihn sagen zu hören, „mein Gott, jetzt hat sie’s“. Aber so freundlich und humorvoll er ist, auch das „w“ und „wot“ wird nicht so einfach beherrscht und musste im Zweifelsfall wiederholt werden.
Wir haben viel gelernt in diesen kurzweiligen Stunden. Z. B. dass und wie wir sorgsam mit unserer Stimme sein können und dass der Körper mitspricht. Ist der verspannt und unbeweglich, kann auch die Stimme sich nicht entfalten. So übten wir uns wach und locker machen, spielten beim Sprechen das wogende Wallen der Wellen, das Hermann Hesse im Gedicht formuliert, und begannen schon nach kurzer Zeit unserer Stimme freundlicher zu begegnen.
Die Kombination aus fundiertem Hintergrundwissen und praktischer Sprech- und Körperarbeit ist überaus effektiv und kurzweilig. In der Arbeit mit Einzelnen ist Herr Helbing noch ganz individuell auf verschiedenste Sprechdefizite eingegangen und hat hilfreiche Tipps gegeben, die alle gemeinsam ausprobieren konnten.
Dass Singen nicht nur Freude macht, sondern auch die Stimme schult, konnten wir zum Abschluss erfahren.

ASA Atemtherapie nach dem Konzept Schlaffhorst – Andersen

Hallo Michael,
ich möchte mich noch einmal bedanken für die wirklich inspirierende Fortbildung am letzten Wochenende. Besonders gefallen haben mir ja die bewegungsfreudigen, lauten Momente. “Die Woge, die Welle…” ich habe zu Hause direkt das Gedicht gesucht.   Außerdem herzlichen Dank für das umfangreiche Material in der Dropbox, toll, was du alles zusammengestellt hast. Das erleichtert mir meine Suche nach Infos für die Patienten enorm. Aber auch für mich ist vieles Lesenswerte dabei.
Bis zu einer nächsten Fortbildung bei Dir werde ich mutig auf der Welle wogen und laut durch die Praxis wallen…

Chorprojekt einer Seniorenresidenz

Singe, wem Gesang gegeben!

Ein langes Leben liegt hinter uns in allen Tönen hoch und tief! Mit einem Schlaflied fing die Musik an und begleitet uns bis hierher in unser Domicil. Überrascht wurden wir, als Herr Helbing sich anbot, mit uns zu singen. Zahlreich waren wir erschienen! Er ist ein fröhlicher Mensch und er steckte uns mit seiner netten Art an – ein Anschlag auf das Klavier –  und die Mimik wie der Ton erklang und es ging los.

Es kam ein „A“, dann ein Halbton nach unten und dann noch einer usw. Dazu die Augen schließen und in uns schauen (wenn man heimlich die Augen öffnet, war es ein lustiges Bild) und je mehr Freude machte es „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“ zu singen und wir wurden gelobt.

Sogar einen Kanon haben wir geschafft. Herr Helbing war wohl mit uns zufrieden!

Aber ich möchte noch betonen, dass wir hier auch unter Anleitung von Martina sehr schön singen! Sie bereitet uns dadurch sehr viel Freude!

Musik für Kinder 2019

“Sie waren wieder da und plötzlich wurde es Weihnachten!” Wenn bemütze Menschen durch Hannover wandern, sie mit einem Lächeln Weihnachtslieder darbringen und den Samstag vor Weihnachten für Gross und Klein verzaubern – dann war es wieder “Musik für Kinder” in Hannover.

An insgesamt drei Tagen brachten bis zu 40 Sängerinnen Musik, Freude und Hoffnung in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr gab es ein Benefizkonzert in der Kinder- und Jugendpsychatrie auf der Bult, eine festliche Generalprobe in der Grundschule am Lindener Markt und zahlreiche Musik in der MHH Kinderklinik, dem Kinderpflegeheim Mellendorf, dem Kinderkrankenhaus auf der Bult, dem Kinderheim Hermann Boedeker, dem Domicil Seniorenpflegeheim in der List und in kleinen Wohngruppen für Mutter und Kinder. Natürlich wurde auch fleißig in den U- und S-Bahnen der Stadt gesungen.

Unsere vielen Sängerinnen haben wieder Herzen höher schlagen lassen, hier ein paar der Reaktionen : “Ich war so gerührt von Ihrer Darbietung. Das es Menschen gibt die einfach kommen und für uns singen. Vielen Dank für alles!” “Plötzlich schaue ich aus dem Stationszimmer und da kommen so viele freundliche Gesichter vorbei, singen und machen aus diesem Tag etwas Besonderes!” “Sie waren wieder da! Wie jedes Jahr haben Sie für unsere Kids und mich es Weihnachten werden lassen!” “Mein Frau und ich möchten uns bei Ihnen bedanken! Die letzten Wochen waren für uns sehr hart. Wenn das eigene Kind schwer krank ist bleibt die Welt stehen und man hofft auf ein Wunder. Sie haben uns aufatmen lassen, wo wir das schon nicht mehr für möglich gehalten haben. Es hat uns und auch unsere Tochter glücklich gemacht. Bitte machen Sie weiter, das Gefühl was wir nach Ihrem Besuch hatten wünsche wir so vielen Menschen!” “Danke dass Sie Weihnachten zu uns gebracht haben!” “Also singen können Sie alle und echt toll. Das war ein richtiges Konzert und das kurz vor meinem Ruhestand. Das Sie einfach vorbei kommen und für uns alle singen, das hat mich nachdenklich gemacht. Für uns ist es ja der Job. Aber Sie müssten das ja nicht tun und kommen dennoch vorbei und singen wo andere auf dem Weihnachtsmarkt sind. Das ist wirklich etwas Besonderes und ich hoffe das ist Ihnen allen bewusst. Danke! ” ” Im Namen unserer Einrichtung möchte ich mich bei Ihnen über Ihren wunderschönen Gesang bedanken! Wir werden Sie und Ihre Musik im Herzen behalten. “

Nun ist es an mir mich bei zahlreichen Sängerinnen, Helferinnen, der Chorleitung von Tobias Schlosser und der Stimmbildung von Julian Helmuth zu bedanken. Es war wunderbar und nun allen Frohe Weihnachten.

Kurs für Alltagsbegleiter*innen

Ich möchte dir gerne noch ein paar persönliche Zeilen schreiben. Heute immer noch im Nachgefühl deines Seminars vorgestern: immer noch lebendig und energiegeladen. Es war ja offen sichtlich, dass es allen Teilnehmer*innen sehr gut gefallen und getan hat mit dir zu arbeiten!

Unsere Berufsgruppe, die Alltagsbegleiter oder Demenzbegleiter, wie es ursprünglich mal hieß, leistet eine enorm anstrengende, anspruchsvolle, wertvolle und im Gegensatz dazu beschissen bezahlte Arbeit. In meiner Ausbildung zu diesem Beruf und in vielen Fortbildungen habe ich beobachtet, dass es sich überwiegend um Frauen handelt, meistens treffe ich überhaupt keine Männer in unseren Pflichtfortbildungen. Ich sage mal “wir”, sind häufig Leute mit einem höheren Berufsabschluss und Bildungsgrad als diesem der Demenzbegleitung. Wir sind zu, ich vermute mal, 80% Menschen, die durch Einbrüche im Lebenslauf aus ihrem ursprünglichen Beruf herausgefallen sind, und ihn später nicht mehr aufgreifen konnten. Familienkrisen, persönliche Krisen, Krankheit oder lange Zeiten der Kindererziehung, all so was. Viele von uns haben ein großes Potenzial an Fähigkeiten, Interessen, natürlich Wünschen. Die gesellschaftliche Anerkennung unserer Arbeit ist nicht groß, das sieht man ja an der Bezahlung. Wir eiern so um den Mindestlohn für Pflegekräfte von 10,50€ rum. Manche sogar immer noch darunter. Einige, so wie ich, schaffen es trotz Arbeit gar nicht erst aus dem Hartz4 Bezug raus. Das mal so als Hintergrund.

Gerade deshalb hat dieses Seminar so gut getan: Du gibst jeder jedem dieses Gefühl eine ganz besondere Stimme, eine wertvolle, ich würde sogar sagen ganz kostbare Stimme zu haben. Einen Schatz gewissermaßen. Das ist einfach toll, weil es ja einfach STIMMT, und weil du es so tust ohne zu schmeicheln oder aufgesetzt zu reden. Das hat mir so gut getan. Und ich bin mir sicher, all den anderen auch.

Du machst eine wundervolle Arbeit. Danke!

 Weihnachtsfeiern

Herr Helbing hat die Weihnachtsfeiern der verschiedenen Wohnbereiche sprecherisch und musikalisch als Trio an zwei Abenden im Domicil mitgestaltet. Sowohl Bewohner/-innen als auch Mitarbeiter/innen waren von der dargebotenen Vielfalt des Künstlers Herrn Helbing begeistert. In diesem Jahr wird Herr Helbing für unsere Weihnachtsfeiern erneut gebucht.

Lesungen

Wir hatten das Vergnügen Herrn Helbing für zwei lyrische Nachmittage im Domicil buchen zu können. Egal ob Gedichte oder Geschichten, Romantik oder Moderne…, unsere Bewohner/-innen hören mit Freude und Begeisterung zu. Wir freuen uns jetzt schon auf weitere Auftritte von Herrn Helbing.

DOMICIL in der List Hannover